RWalumni fördert 30. Jahrestagung der Gesellschaft Junge Zivilrechtswissenschaft an der Universität Bayreuth

Nach mehr als einem Jahr intensiver Planungsarbeit war es vom 11. bis 14. September 2019 endlich so weit:

Zum ersten Mal überhaupt und in der bislang kleinsten Stadt, dafür aber gleich zum 30. Jubiläum fand die Jahrestagung der Gesellschaft Junge Zivilrechtswissenschaft e.V. (GJZ) an der Universität Bayreuth statt. Sie zog zum Generalthema „Privatrecht 2050 – Blick in die (digitale) Zukunft“ knapp 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. Sie machte damit ihrem Namen als größte Tagung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Zivilrecht alle Ehre.

„Nachwuchstagung“ bedeutet dabei zweierlei. Zum einen lag die gesamte Planung und Organisation in den Händen von acht Bayreuther Promovierenden und Post-Docs. Zum anderen bekamen die 13 Referentinnen und Referenten, die sich im kompetitiven Umfeld von 50 Einsendungen auf den Call for Papers mit ihren Themenvorschlägen durchgesetzt hatten, die Möglichkeit, ihre Thesen in einem „geschützten“ Umfeld unter Kolleginnen und Kollegen zu testen und zu diskutieren. Das Bayreuther Organisationsteam übernahm auch das auf der 29. Tagung 2018 in Bochum eingeführte und für juristische Tagungen in Deutschland noch ungewöhnliche Format einer Posterausstellung, sodass weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsprojekte sowie -ergebnisse anschaulich präsentieren konnten.

Angesichts des Renommees der Veranstaltung erstaunt es nicht, dass an der feierlichen Eröffnung der Tagung am 11. September der Präsident der Universität Bayreuth (und früheres Mitglied der GJZ), Prof. Dr. Stefan Leible, der Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Jörg Gundel, die Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth, Frau Brigitte Merk-Erbe, sowie etliche Inhaber zivilrechtlicher Lehrstühle an der RW-Fakultät teilnahmen. Mit seiner begeisternden Festrede zu „Wandlungen des Privatrechts“ legte der Bayreuther Zivilrechtler Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel, ebenfalls früheres Mitglied der GJZ, den Grundstein für eine hochkarätige Konferenz, auf der es u.a. um das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz in Vertragsverhältnissen, die sachenrechtliche Handhabung von Kryptowährungen, Legal Tech, diskriminierende Algorithmen und das zivilprozessuale Beweisrecht im Angesicht elektronischer Dokumente ging. Die Schriftfassungen der Vorträge werden in einem Tagungsband bei Nomos erscheinen.

In Ergänzung des wissenschaftlichen Programms und nicht zuletzt dank teils großzügiger Unterstützung von insgesamt 20 Förderern wie RWalumni wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Bayreuther Sehenswürdigkeiten (wie dem Festspielhaus, der Eremitage, den Katakomben, dem Ökologisch-Botanischen Garten) und fränkischer Essenskultur bekannt gemacht. Hierzu fuhren im Anschluss an die Eröffnung Foodtrucks vor dem RW I vor und wurde an den Folgetagen sowohl auf dem Herzogkeller als auch im Liebesbier eingekehrt.