RWalumni fördert das Graduiertenseminar der Bayreuther Volkswirte in Pottenstein

"Welche Effekte haben Umweltvorschriften auf Freihandelsabkommen?", "Was ist Zahlungsbereitschaft für die Energiewende in Deutschland?", "Wie beeinflusst die Immigration von Geflüchteten die Arbeitsnachfrage?" - diese und zahlreiche weitere relevante Forschungsfragen

stellten und beantworteten die Bayreuther Nachwuchswissenschaftler in Volkswirtschaftslehre in ihren Präsentationen beim Graduiertenseminar vom 10.-11. Januar 2020. Dabei wurde zur Beantwortung der Fragen anspruchsvolle empirische und theoretische Methoden eingesetzt, die von den Fähigkeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Bayreuth und der ausgezeichneten Ausbildung zeugen.

Das jährliche Graduiertenseminar der Volkswirte hat eine lange Tradition. Es gibt den Nachwuchswissenschaftlern*innen die Gelegenheit, einen Vortrag aus ihrem Fachbereich zu halten und dabei Kommentare von allen Professoren und anderen Graduierten zu erhalten. RWalumni unterstützt das Graduiertenseminar finanziell.

Beim diesjährigen Seminar referierte Herr Prof. Dr. Ali Sina Önder von der Universität Portsmouth (Großbritannien) als externer Gast zur Lage der Volkswirtschaftslehre in Deutschland unter dem Titel „From ‚Gesetz zur Wiederherstellung des Beamtentums‘ to Excellence Initiative: Whatever happened to the good old German Science?“.

Er gab den Graduierten damit einen Einblick, wie sie mit ihren Methoden differenzierte Fragen beantworten können. Die Diskussionen im Graduiertenseminar verlaufen produktiv und konstruktiv. Dies hilft den Nachwuchswissenschaftlern*innen, ihre Forschungsergebnisse für internationale wissenschaftliche Konferenzen vorzubereiten und ihre Hypothesen erfolgreich zu verteidigen. Das Niveau der Vorträge beim Graduiertenseminar ist beeindruckend und entspricht nach Meinung der Professoren der volkswirtschaftlichen Lehrstühle einer kleineren Fachtagung. 

Das diesjährige Graduiertenseminar fand in Pottenstein statt. Die Idee eines Veranstaltungsortes außerhalb Bayreuths ist, dass sich die Forscher*innen dem Alltag an der Universität etwas entziehen sollen und sich nur auf ihre ökonomische Forschung konzentrieren können. Als kleine Teambildungsmaßnahme fand in diesem Jahr eine Exkursion zur Teufelshöhle statt, die die Teilnehmer*innen gemeinschaftlich erkundeten. 

Der Austausch beim Graduiertenseminar führte in der Vergangenheit zu lehrstuhlübergreifenden gemeinsamen Projekten. Zwei Tage Konzentration auf Forschung können also einen relevanten Einfluss haben. Insofern kann die Frage nach der Lage der Wissenschaft in Deutschland sicherlich optimistisch beantwortet werden.

Wir freuen uns, dass das Seminar bei den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen wurde und haben es gerne unterstützt.