Tagung anlässlich der Neufassung der DIS-Schiedsgerichtsordnung

Prof. Dr. Wiese und die Forschungsstelle Bayreuth Center for Dispute Resolution, Mediation and Arbitration (#BAYCDMA) luden zu einer Tagung anlässlich der Neufassung der DIS-Schiedsgerichtsordnung ein, die vom 15. bis 17. März 2018 an der Uni Bayreuth stattgefunden hat. Neben dem rechtswissenschaftlichen Austausch gab es auch eine Gelegenheit zum Networking für die Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis.

Als Referentinnen und Referenten konnten Dr. Francesca Mazza (Generalsekretärin DIS); Prof. Dr. Stephan Balthasar (Allianz SE); Prof. Dr. Franco Ferrari (New York University); Prof. Dr. Mario Larch (Universität Bayreuth); Dr. Miriam Frey (Universität Bayreuth); Dr. Paul Hauser (Clifford Chance); Alexander Dolgorukow (Hogan Lovells), Prof. Dr. Katharina Lugani (Universität Düsseldorf); Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Pfeiffer (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Volker Wiese (Universität Bayreuth) gewonnen werden.

Der erste Block der Tagung begann mit dem Thema „Die DIS-Reglen im Vergleich“ und einer Vorstellung der Neuerungen durch die Generalsekretärin der DIS, Dr. Francesca Mazza. Darauffolgend referierte Prof. Dr. Stephan Balthasar über die neue DIS-Schiedsgerichtsordnung aus rechtsvergleichender Sicht.

Der zweite Block „Der Schiedsstandort Deutschland“ wurde durch Herrn Prof. Dr. Franco Ferrari eröffnet. Er trug das Thema „Die neue Schiedsgerichtsordnung und das ständige Thema „forum shopping“ vor. Eine interdisziplinäre Betrachtungsweise wurde von Dr. Miriam Frey und Prof. Dr. Mario Larch vorgestellt.

Im dritten Block, der dem Thema „Effektivität und Qualität“ gewidmet war, präsentierten zwei Vertreter der Praxis vor - Dr. Paul Hauser und Alexander Dolgorukow. Sie referierten zu Qualitätssicherung im Schiedsverfahren unter Bezugnahme auf die aktuelle Praxis deutscher Gerichte und den Qualitätssicherungsaspekt im Hinblick auf Kostenfragen unter besonderer Berücksichtigung der neuen DIS-Schiedsgerichtsordnung.

Anschließend wurde zu einem „Diskussionscafe“ geladen, was im wesentlichen Studierende des kleinen Seminars von Prof. Dr. Wiese zum Thema „Schiedsverfahrensrecht-heute“ mitgestalteten.

Der zweite Tagungstag war vorallem wissenschaftlichen Fragestellungen gewidmet. So hielt Frau Prof. Dr. Katharina Lugani einen Vortrag zur lex fori im Schiedsverfahrensrecht. Dem schloss sich Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Pfeiffer mit der Fragestellung „Schiedsgerichtsbarkeit und deren (mangelnde) Einbindung in die zivilprozessualen Rechtsakte der Europäischen Union- sind die jüngsten Reformen gelungen?“ an.